PRESSEMITTEILUNG 21.09.2018

Richard Münch erhält den Preis für ein 

hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk der Deutschen Gesellschaft für Soziologie Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24. bis 28. September 2018 in Göttingen

 

Der Bamberger Soziologe Richard Münch erhält den Preis für ein hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Richard Münch ist eine unüberhörbare Stimme im wissenschaftlichen und öffentlichen Geschehen. Er setzt Akzente, indem er in seinen Arbeitsbereichen der soziologischen Theoriebildung, der historisch-vergleichenden Soziologie und der soziologischen Gegenwartsdiagnose kontinuierlich und exakt Gesellschaft und ihre Teilbereiche wissenschaftlich ausforscht und die Erkenntnisse mit großem Engagement publiziert.

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit von Richard Münch, der 1945 geboren wurde, liegt in der historisch-vergleichenden Untersuchung des gesellschaftlichen Wandels. Nachdem er in seiner Dissertation und in seiner Habilitationsschrift Grundlagen der Handlungstheorie und der Gesellschaftstheorie weiterentwickelt hatte, zielte die weitere Theoriearbeit auf die breitere Erfassung der unterschiedlichen Theorieströmungen und ihres Beitrags zur Erklärung des menschlichen Handelns, der Ordnung und des Wandels der Gesellschaft. 

Aufbauend auf den Arbeiten zur Gesellschaftstheorie hat Münch breit angelegte historisch-vergleichende Studien zur Entwicklung der modernen Gesellschaft durchgeführt. Im Anschluss daran hat er sich der Unter-suchung des gesellschaftlichen Strukturwandels in der Gegenwart gewidmet. Dabei geht es einerseits um die Ursachen, Erscheinungsformen und Konsequenzen der globalen Ausdehnung, Verdichtung und Beschleunigung der Kommunikation, andererseits um den Strukturwandel von Identität, Solidarität und sozialer Integration in der Folge der Europäisierung und Globalisierung der Lebensverhältnisse.

In den letzten Jahren und in seinen aktuellen Forschungsarbeiten hat sich Richard Münch den Veränderungen der akademischen Wissenschaft und jüngst dem Bildungssystem im Kontext eines verschärften internationalen Wettbewerbs und einer zunehmenden Ökonomisierung gesellschaftlicher Teilbereiche zugewandt. Hier analysiert er, wie gesellschaftliche Wohlfahrt und freie Wissenschaft einem instrumentellen und von ökonomischen Interessen geleiteten Handeln unterworfen werden. Die Folgen sind verminderte Pluralität und Innovationskraft in den betroffenen gesellschaftlichen Feldern. Eben diesem Thema widmet er sich auch in seinem jüngst erschienen Buch „Der bildungsindustrielle Komplex. Schule und Unterricht im Wettbewerbsstaat“.

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ehrt alle zwei Jahre herausragende Persönlichkeiten, die in besonderer Weise zur fachlichen Entwicklung der Soziologie beigetragen haben. In den Jahren zuvor erhielten ihn bereits international renommierte Soziologinnen und Soziologen wie Renate Mayntz, Zygmunt Bauman oder Thomas Luckmann. 

Der Preis wird am Freitag, dem 28.9. auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Universität Göttingen vergeben. Die Laudatio hält Prof. Dr. Bettina Heintz (Universität Luzern). Nachfolgend wird Prof. Dr. Richard Münch die Abschlussvorlesung des Kongresses zum Thema „Die Bildungswelt von McKinsey & Company: Globale und lokale Akteure in der Transformation von Schule und Unterricht“ halten und damit zugleich sein neustes Buch präsentieren.

Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr auf dem Campus der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, ZHG Raum 011.

Mehr Informationen rund um den Kongress sind unter www.kongress2018.soziologie.dezu finden.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Journalistinnen und Journalisten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen.

Kontakt:

Stefanie Schmidt

Georg-August-Universität Göttingen

Institut für Soziologie

Platz der Göttinger Sieben 3

37073 Göttingen

Telefon: 01522 2787535

E-Mail: stefanie.schmidt@uni-goettingen.de

PRESSEMITTEILUNG 20.09.2018

PREIS FÜR ÖFFENTLICHE WIRKSAMKEIT DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR SOZIOLOGIE AN ARMIN NASSEHI

Am Montag, den 24.09.2018 verleiht die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) den „Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie 2018“ an den Münchner Soziologen Prof. Dr. Armin Nassehi.

 

Armin Nassehi sorgt durch seine kontinuierliche, starke Präsenz in der deutschen und internationalen Presse und Öffentlichkeit in einem besonderen Maße für die Verbreitung soziologischen Wissens und den Diskurs soziologischer Erkenntnisse. Hierbei variieren seine aktuellen Themen von der Flüchtlingsthematik, Fragen der Integration im Allgemeinen oder Fremdheit als solcher über die Einordnung politischer Strömungen und Konflikte bis hin zu weitreichenden theoretischen Befunden über zeitgenössische kulturelle Phänomene und gesellschaftliche Verhältnisse.

 

Nicht zuletzt als Herausgeber des „Kursbuch“ und langjähriger Herausgeber der Fachzeitschrift „Soziale Welt“ hat Armin Nassehi – der sein Abitur in Gelsenkirchen machte, anschließend Pädagogik, Philosophie und Soziologie studierte, in Münster promoviert wurde und sich dort auch habilitierte, bis er 1998 den Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München übernahm – sein Wissen in die fachliche und nicht-fachliche Öffentlichkeit getragen. Durch seine zahlreichen Vorträge, Interviews und Beiträge, insbesondere in den Qualitätsmedien aller Formate, außerdem etwa einer Monografie jährlich, ist er der derzeit öffentlichkeitswirksamste Soziologe Deutschlands und prominenter wissenschaftlicher Experte. Wie gefragt sein Expertenwissen ist, zeigt schon die Liste seiner zahlreichen Gremienmitgliedschaften: Etliche wissenschafts-, bildungs- oder kulturpolitische Einrichtungen haben ihn in ihre Vorstände, Beiräte oder Jurys gebeten.

 

Die Preisverleihung an Armin Nassehi findet auf der Eröffnungsveranstaltung des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2018 in Göttingen unter dem Kongresstitel „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ am 24. September ab 17:00 Uhr in der Göttinger Lokhalle (Bahnhofsallee 1, 37081 Göttingen) statt.

 

Die Laudatio hält Prof. Dr. Ronald Hitzler.

Website von Armin Nassehi: https://www.ls1.soziologie.uni-muenchen.de/personen/professor/nassehi/index.html

 

 

PRESSEKONTAKT DGS

Dr. Sonja Schnitzler

Leitung
Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Goethestraße 31
45128  Essen
Fon  +49 (0) 201-7204-208
Fax  +49 (0) 201-7204-111
sonja.schnitzler(at)kwi-nrw.de

PRESSEMITTEILUNG 11.09.2018

Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen 

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24. bis 28. September in Göttingen

 

(pug) Vom 24. bis 28. September 2018 findet in Göttingen der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) statt. Der größte sozialwissenschaftliche Kongress im deutschsprachigen Raum wird alle zwei Jahre an wechselnden Standorten in Deutschland ausgerichtet und in diesem Jahr erstmals vom Institut für Soziologie der Universität Göttingen organisiert. Mit über 1000 Vorträgen und vielfältigen Veranstaltungsformaten bietet der DGS-Kongress den etwa 2500 erwarteten Gästen die Möglichkeit, neueste Forschungstrends der Soziologie zu diskutieren. 

Das Kongressthema „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ reagiert auf die gesellschaftlichen Umbrüche der Gegenwart. Es geht unter anderem um die Folgen von Globalisierung und ökonomischer Liberalisierung für soziale Ungleichheitsstrukturen sowie um den Aufstieg populistischer Bewegungen und neue politische Konfliktkonstellationen. Welche Bedeutung Migration, Digitalisierung und neue Medien für kulturelle Identitäten, Familienformen und Geschlechterverhältnisse hat, wird ebenso thematisiert. 

Der Kongress wird mit einem Vortrag von Bettina Gaus, politische Korrespondentin der Tageszeitung taz, eröffnet. In Plenarveranstaltungen wird das Kongressthema anhand soziologischer Forschungsschwerpunkte wie „Arbeit zwischen Neoliberalismus und Autoritarismus“, „Migration, Flucht und transnationale Integration“, „Religiöse Bewegungen und Dynamiken der Globalisierung“ oder „Klimawandel – globale und lokale Herausforderungen und Antworten“ bearbeitet. Theoretische und methodologische Perspektiven stehen im Mittelpunkt der Keynote Lectures von international renommierten Soziologinnen und Soziologen. 

Eine Sonderveranstaltung zum 200. Geburtstag von Karl Marx erörtert zudem die Relevanz der Marxschen Theorie für Deutungen des globalen Kapitalismus aus europäischer und nicht-europäischer Perspektive. Die aktuellen Konflikte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in populistischen und autoritären Regimen werden in der Sonderveranstaltung „Scholarship at Risk – Challenges for Academia“ aufgegriffen. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Soziologischen Forschungsinstituts in Göttingen wird die Zukunft der Arbeit kritisch reflektiert und unter dem Titel „Soziologie für alle“ nach der Sichtbarkeit und Relevanz des Faches in der schulischen Bildung und der massenmedialen Öffentlichkeit gefragt. 

Mehr Informationen rund um den Kongress sind unter www.kongress2018.soziologie.de zu finden.

 

Hinweis an die Redaktionen:

Journalistinnen und Journalisten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen.

 

Kontakt:

Stefanie Schmidt

Georg-August-Universität Göttingen

Institut für Soziologie

Platz der Göttinger Sieben 3

37073 Göttingen

Telefon: 01522 2787535

E-Mail: stefanie.schmidt(at)uni-goettingen.de

PRESSEMITTEILUNG 06.08.2018

Lokal, global, regional –
Der 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) geht den komplexen Dynamiken des Sozialen nach

Vom 24.-28.09.2018 findet der 39. Kongress der DGS an der Universität Göttingen statt. Dabei werden ca. 2.000 Soziologinnen und Soziologen – von Studierenden bis zu gestandenen Forscher/innen – ihre Forschung in insgesamt 240 Sessions mit über 1.070 Vorträgen debattieren. Organisationen und einzelne Projekte stellen sich vor, Verlage präsentieren ihre neuesten Erscheinungen, die Fachöffentlichkeit tritt ins Fach-Gespräch.

Das Oberthema „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ reagiert auf die ambivalenten, ungleichzeitigen und komplexen Entwicklungen der Gegenwart. Die Soziologie hat zu diesen viel zu sagen, z.B. zu globalisierten Arbeitsmärkten und ihren regionalen Auswirkungen, zu Geschlechterungleichheiten im globalen wie im lokalen Maßstab, zu Digitalisierung, Migration, ökonomischen Transformationen, zu prekären Lebensläufen, Wohnungsnot, Familienformen, Gewalt oder Medien. Der Kongress zielt auf zweierlei: Erstens soll im Rahmen einer Standortbestimmung des Faches diskutiert werden, mit welchen theoretischen Zugängen, analytischen Instrumentarien und empirischen Methoden sich die komplexen Verflechtungen lokaler, nationaler, regionaler und globaler Dynamiken erfassen lassen. Zweitens sollen der Wandel und die Verflochtenheit unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Ebenen exemplarisch anhand konkreter Themenfelder ausgeleuchtet werden. Der Kongress lässt zugleich Raum für die verschiedensten Themen und Formen soziologischer Forschung.

Von den morgendlichen Plenen wird das Kongressthema aufgegriffen, die 35 Sektionen und 2 Arbeitsgemeinschaften der DGS nehmen Bezug aus ihrer spezifischen Perspektive und in den 94 Ad-hoc-Gruppen bewegen sich die Diskussionen auf den auch abseitigeren soziologischen Pfade. In den Author meets Critics-Veranstaltungen stellen dieses Mal Steffen Mau („Das metrische Wir“), Andreas Reckwitz („Die Gesellschaft der Singularitäten“) und Anja Weiß(„Soziologie globaler Ungleichheiten“) ihre auch über die Fachgrenzen hinaus vielbeachteten jüngsten Werke vor und setzen diese den kritischen Blicken der Fachcommunity aus.

Der von der DGS vergebene Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie geht 2018 an Armin Nassehi, LMU München. Den von der DGS vergebenen Preis für ein hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk erhält Richard Münch, Universität Bamberg. Er wird auch die Abschlussvorlesung halten. Die eingeladenen Keynotes liefern für das Oberthema wichtige Impulse. Dies sind: Andrew Abbott (University of Chicago), Gurminder K. Bhambra (Universität Sussex), Julian Go (Boston University), Karen Phalet (KU Leuwen), Sylvia Walby (University of Lancaster) und Andreas Wimmer (Columbia University).

Informationen rund um den Kongress finden sich unterkongress2018.soziologie.de. Für Fragen oder Interviewvermittlungen steht Ihnen die Geschäftsstelle der DGS gern zur Verfügung.

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Pressekontakt:

Dr. Sonja Schnitzler, Leiterin der Geschäftsstelle der DGS, DGS c/o KWI, Goethestr. 31, 45128 Essen, sonja.schnitzler(at)kwi-nrw.de, 0201- 7204208

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